Hafen Krefeld
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05.06.08

Hafen Krefeld

Projekt Hafen Krefeld

Das PPP-Projekt Hafen Krefeld wurde als Pilotprojekt im Bereich Infrastruktur von der PPP-Task Force des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Es handelt sich um eine echte (institutionelle) öffentlich-private Partnerschaft. Die Hafen- und Bahnbetriebe, die bislang ein städtischer Eigenbetrieb waren, wurden in eine privatrechtliche Gesellschaft überführt. Zukünftig werden die Stadt Krefeld als öffentlicher Partner und die Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG als privater Partner an der Hafen Krefeld GmbH  & Co. KG beteiligt sein. Die Stadt Krefeld brachte das Vermögen und das Personal der Hafen- und Bahnbetriebe in die Gesellschaft ein, die Neuss-Düsseldorfer Häfen hingegen Kapital und zusätzliches Know-how.

 

Das Projekt ist innovativ und erweitert die Möglichkeiten bisher bekannter PPP-Projekte entscheidend, weil nicht nur die wirtschaftlichen Interessen der Stadt Krefeld selbst, sondern auch Wirtschaftsförderungsaspekte maßgeblich zum Tragen kommen. Standen bei den bisher bekannten ÖPP-Projekten stets Kosteneinsparungen für die öffentliche Hand im Vordergrund, so konnte mit dem PPP-Projekt Hafen Krefeld zusätzlich eine nachhaltige Förderung des Wirtschaftsstandortes Krefeld verwirklicht werden.

 

Mit dem neuen privaten Partner, den Neuss-Düsseldorfer Häfen, wird der Krefelder Hafen als wichtige Infrastruktureinrichtung in der Region gestärkt. Zusätzlich sind nach dem Konzept der Neuss-Düsseldorfer Häfen Neuansiedlungen auf bislang brachliegenden Flächen vorgesehen und Investitionen in die Hafeninfrastruktur werden vorangetrieben. Erstes Beispiel ist die Ansiedlung von ThyssenKrupp im Krefelder Rheinhafen. Zusätzlich planen die neuen Eigentümer ein neues Multi-Purpose-Terminal zu errichten, das zu einer wesentlichen Ausweitung des Schiffs- und Hafenumschlags im Krefelder Hafen führen wird. Außerdem laufen bereits die Vorbereitungen zur Wiederinbetriebnahme des vorhandenen, derzeit ungenutzten Containerterminals. Weiter soll für den Bahnbereich der bestehende Bahnhof zu einer Einrichtung für den kombinierten Ladeverkehr umgebaut werden. Insgesamt ist aufgrund der Investitionen mit zusätzlichen Arbeitsplätzen, einer Ausweitung des Schiffs- und Bahnumschlags sowie neuen Unternehmensansiedlungen in Krefeld zu rechnen.

 

Der private Partner wird - wie in ÖPP-Gesellschaften üblich - für seine Zusagen im Verfahren durch Garantien einstehen. Er verpflichtete sich, mögliche Insolvenzgründe abzuwenden und Verluste der gemeinsamen Gesellschaft während der Partnerschaft bis zu einem bestimmten Betrag auszugleichen. Für ihre Beteiligung bezahlen die Neuss-Düsseldorfer Häfen einen festen Kaufpreis, der sich beim Erreichen vertraglich vereinbarter Entwicklungsstufen des Hafens noch erhöhen wird.

 

Das Projekt war besonders erfolgreich, weil die Stadt Krefeld zukünftig keine Verluste mehr für die Hafen Krefeld GmbH & Co. KG übernehmen muss. Erwirtschaftete der Eigenbetrieb in den letzten Jahren rote Zahlen, wird der Betrieb zukünftig auf eine solide wirtschaftliche Grundlage gestellt. Es sind jetzt Investitionen vorgesehen, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Steigerung der Attraktivität des Standorts führen. Neben den einmaligen Kaufpreiszahlungen darf die Stadt Krefeld ab dem Jahr 2013 sogar mit Gewinnen rechnen.

 

Ansprechpartner

Ulrich Cyprian
Stadtkämmerer
Tel.: 02151/86-1021
E-Mail: ulrich.cyprian@krefeld.de